Helmut schrieb:
>
> Da sie sich einzig in der Bandbreite unterscheiden sollte man meinen,
> dass sich die Eingangsstufen zumindest in der Bestückung unterscheiden.
das tun die auch, es gibt kleine anpassungen um bei "besseren" DSOs
das signal etwas anzupassen, ist allerdings nix wildes.
Es existiert auch eine varicap mit der Tekway/Hantek (genau so wie Rigol
es macht) begrenzen könnten, die wird allerdings nur für filter benutzt
und nicht um die bandbreite reduzieren (das macht Rigol auch so, die
varicap ist lediglich eine zusatzfilterung)
>
> Das lässt vermuten, dass die Bandbreite entweder durch einen
> einstellbaren Analogfilter, oder einen Digitalfilter künstlich begrenzt
> wird um verschiedene Preisklassen zu schaffen.
>
> Meine Fragen:
> - Wie genau ist die Bandbreitenbegrenzung realisiert?
die antwort versteckt sich in der aktuellen firmware (2.6.3) - da sind
jetzt wunderbaren band/low/high pass filer verfügbar. Einfach den gain
von AD8370 abhängig von frequenz reduzieren würde auch die
frequenzerkennung (die hinter dem AD8370 ist - in dem trigger
circuit+CPLD) sabotieren (und dazu den freq. counter der locker bis
400MHz zählt auch blocken) - also digitalfiler.
Wenn ich irgendwann mit den ganzen schaltplan fertig bin werde ich es
auch posten, im anhang ch1 (ch2 sieht gleich aus) - nach ch1 folgen nur
1GSs/500MSs relays und ADCs.
> - Wie sieht es mit zukünftigen Firmwareupdates aus (der Hersteller wird
> ja sicherlich Gegenmaßnahmen ergreifen)?
frag die hersteller
Mal im ernst, wer soll das benatowrten? Übrigens, die hersteller
haben schon reagiert:
- mich höflich gebeten keine weiteren usb-hacks zu posten
- die firmware angepasst
Die firmware anpassung ist trivial und kann schnell ausgehebelt werden,
denoch lasse ich es sein. Wer hacken möchte soll auch etwas selber
nachdenken/machen (und JTAG/UART benutzen).
Dadurch werden schon einige es sein lassen und direkt 100 oder 200MHz
modele kaufen. Man sollte nich vergessen das die hersteller bei
dem 60MHz modelen kaum Geld verdinnen, und wir möchten doch alle
das die weiterhin die firmware verbessern.
Der anti-hack schutz prüft z.zt. die firmware (2.6.2 und höher) anhand
model namen ob ein usb-hack (sprich über eine firmware) den model namen
ändern möchte - falls ja error 0x7F und update wird abgebrochen - falls
nein (sprich update für aktuelles model) wird fortgesetzt.
Natürlich ist es Linux, und natürlich kann man auf die shell drauf und
model name von hand anzupassen. In der zukunft kann Hantek/Tekway evt.
noch EEPROM prüfen (auch kein problem, einlogen und EEPROM ändern) oder
den CPLD der für einige bandbreiteabhängigkeiten zuständig ist pro model
anders programmieren - allerdings damit werden nur zukunftige geräte
gelockt und die die vorhandenen.
Da ist kaum was woran der hersteller erkennen kann um was für model sich
handelt (evt. noch anhang von bootscreen logos, wäre aber sowieso
unsinn).
Eine evt. "antihack-lösung" ist:
- uart sperren
- i/o port sperren
- encryption passwort ändern
und das alles natürlich in einem schritt.
Was dann ? Nix, dafür habe ich (und auch alle vernünftigen user die
meine anleitungen gelesen haben) firmware backup. JTAG können die nicht
sperren, also wird über JTAG alte firmware restored, neue dso.exe
kopiert und passwort wieder herausgelesen (und dann evt. dummy device
driver entfernt die z.b uart und i/o locken).
Also - wer (mit)hacken möchte soll am besten die 100MHz kaufen, damit
werden die hersteller auch etwas geld machen und die käufer zufrieden.
Wer ehrlich bleiben möchte soll direkt das kaufen was er auch braucht.